Geschichte

Bereits 2007 konnte der bkh seinen 100. Geburtstag feiern. In diesen vielen Jahren voller gesellschaftlicher und politischer Veränderungen arbeitete der Verband stets engagiert für die Anerkennung und den Status von hauswirtschaftlichen Fachkräften in Privathaushalten, in Pfarrhaushalten und in Betrieben. Der bkh kann auf eine reichhaltige Geschichte und viele hart erkämpfte Erfolge zurückblicken.

Verbandsvorsitzende:

  • 1907 – 1919 (?) Rudolf Bruckmayer ist Verbandspräses und Geistlicher Rat zugleich

Ab 1919 liegt die Verbandsleitung in den Händen der organisierten Frauen, wobei erst ab 1953 offiziell gewählt wird. Der Präses erhält fortan die Rolle des Geistlichen Beirats.

  • 1919 – 1953: Anna Nieder
  • 1953 – 1971: Marianne Wilke
  • 1971 – 1975: Otti Scholz
  • 1975 – 1986: Emma Erath
  • 1986 – 1990: Elisabeth Engl
  • 1990 – 2010: Brigitte Rüb-Hering
  • Seit 2010: Heidrun Berger

 

Meilensteine in der Geschichte des bkh:

  • Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gründeten sich zahlreiche Dienstmädchenvereine.
  • 22. März 1907: Erste Ausgabe der Publikation ‚Haus und Herd. Organ für katholische Dienstmädchenvereine’. Die Publikation erschien zweimal pro Monat
  • 11. Juni 1907: Zusammenschluss von fünfzehn Dienstmädchenvereinen unter dem Namen Verband der Katholischen Dienstmädchenvereine in Deutschland. Zehn Jahre später hatten sich dem Verband bereits 107 Dienstmädchenvereine angeschlossen
  • 1919: Erster Verbandstag nach dem 1. Weltkrieg: Der Verband wird gründlich reformiert, um auf arbeitsrechtliche und soziale Probleme besser reagieren zu können. Erkämpft werden u.a. Krankenunterstützung, Rechtschutz, Altersversorgung, Aussteuerversicherung, Ausbildungsregelung. Verbandsvorsitz und Geschäftsführung übernimmt mit Anna Nieder ab 1919 eine Frau, die die Interessen des Verbandes gegenüber Behörden, Ministerien, Ämtern und Kommissionen vertritt.
  • Während des Dritten Reiches war das berufs- und sozialpolitische Wirken des Verbandes lahmgelegt, öffentliche Tätigkeiten waren untersagt. Man fand sich zu heimlichen Treffen zusammen.
  • 1953: Der Verband gibt sich den neuen Namen Berufsverband der katholischen Hausgehilfinnen in Deutschland. In der neuen Satzung wird festgelegt, dass die Verbandsleitung künftig in den Händen der organisierten Frauen liegt, der bisherige Verbandspräses wird zum ‚Geistlichen Beirat‘.
  • 1954 gelingt der bkh-Vorsitzenden Marianne Wilke die ministerielle Anerkennung des Lehrberufs Geprüfte Hauswirtschaftsgehilfin.
  • 1958: Zusammen mit der Hausfrauenvereinigung des Katholischen Deutschen Frauenbundes und der Arbeitsgemeinschaft Hausfrau der katholischen Müttergemeinschaften wird ein umfassender Arbeitsvertrag ausgearbeitet. Der jahrelange Kampf um die Tariffähigkeit des Berufsstandes beginnt. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) will dem Verband die Tariffähigkeit absprechen. Der Rechtsstreit geht bis zum Bundesverfassungsgericht.
  • 1965 gibt der erste Senat des Bundesverfassungsgerichts der Verfassungsbeschwerde statt. Die NGG unterliegt mit ihrer Klage. Für hauswirtschaftliche Arbeitnehmerinnen in Privathaushalten werden ein Mantel-Rahmentarifvertrag auf Bundesebene und die dazu gehörenden Lohntarifverträge verankert.
  • 1969 gelingt es dem bkh, die Hauswirtschaft in das Berufsbildungsgesetz einzubinden
  • 1971 erreicht der bkh in satzungsgemäßer Vertretung für katholische Pfarrhaushälterinnen zusammen mit dem Klerusverband e.V. in satzungsgemäßer Vertretung der katholischen Priester in Bayern, die Besoldungsgrundlage auch für Pfarrhaushälterinnen in Bayern abzusichern.
  • 1971: Beim Delegiertentag in Mainz überprüft der bkh kritisch die Bezeichnung ‚Hausgehilfinnen‘. Inzwischen gibt es dank des Einsatzes für verbesserte Berufsausbildung in der Hauswirtschaft eine Vielzahl qualifizierter Berufsbilder.
  • 1972: Umbenennung des Verbandes in Berufsverband Katholischer Arbeitnehmerinnen in der Hauswirtschaft in Deutschland e.V.,  kurz bkh e.V.
  • 1975 tritt der erste Mantel- und Lohntarifvertrag in Kraft. In den Folgejahren werden die Verträge stetig verbessert.
  • Seit 1975 ist die Bundesvorsitzende ehrenamtlich tätig
  • 1994: Positionspapier des bkh zur Reform des Mutterschutzgesetzes unter der bkh-Bundesvorsitzenden Brigitte Rüb-Hering: Forderung nach Gleichstellung von schwangeren Arbeitnehmerinnen in Privathaushalten mit allen anderen Arbeitnehmerinnen, bisher bestand weder Kündigungsschutz noch das Recht auf Weiterbeschäftigung.
  • 1996: der Bundestag stimmt dem Gesetz zur Verbesserung des Mutterschutzes zu, das am 1.1.1997 in Kraft tritt.
  • 2002: die Homepage www.bkhev.de geht online.
  • 2003-2005: mehrere Fachtagungen und Gespräche mit Politikern zur Herausführung des Arbeitsmarktes Privathaushalt aus der Schattenwirtschaft. Schon seit Jahren nimmt die Zahl der rechtlich geschützten sozialversicherungspflichtigen und geordneten Arbeitsverhältnisse rapide ab.
  • 2006: Der Berufsverband gründet das bkh-Netzwerk Hauswirtschaftliche Dienstleistungen und reagiert damit auf den veränderten Arbeitsmarkt für hauswirtschaftliche Fachkräfte in Privathaushalten.
  • 2012 Optimierung der medialen Präsenz zur Darstellung der Leistungen und Angebote des bkh und zur Nutzung der modernen Kommunikationsmöglichkeiten.
  • 2013 Umformulierung des Namens bkh-Netzwerk Hauswirtschaftliche Dienstleisterinnen in Hauswirtschaftliche Dienstleistungen im bkh und Entwicklung einer Internetpräsenz um das Dienstleistungsangebot zu kommunizieren und eine Benutzeroberfläche für Anbieter und Nachfrager zu schaffen.
  • 2014 die modernisierte Internetpräsenz des Berufsverbands www.bkhev.de  geht online und kann nun auch über das Smartphone optimal eingesehen werden.
  • 2016: Der Berufsverband gibt sich einen neuen Namen und heißt fortan “bkh Berufsverband für Angestellte und Selbstständige in der Hauswirtschaft e.V.” (bkh)

 

© 2016 | bkh Berufsverband für Angestellte und Selbstständige in der Hauswirtschaft e.V. | Dantestr. 25 | 80637 München | Tel. 089 / 35 67 594 | Fax 089 / 35 97 095 | info@bkhev.de | Webdesign >>> www.larskienle.de